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| Geschrieben von: Thomas |
| Dienstag, den 03. Februar 2009 um 18:11 Uhr |
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Korsika - Restonica Schlucht, Lac de Melo
und seit 08/2004 weiter zumLac de Capitello
Ein Ausflug in die Restonica Schlucht lohnt auf jeden Fall, sei es per Fuß, mit dem Radl, dem Auto oder wie wir mit dem Motorrad. Mit WoMos sollte man diese Tour auf jeden Fall vermeiden. Es wird an vielen Stellen so eng, dass ein Weiterkommen nur dann möglich ist, wenn man selbst oder der entgegenkommende zurücksetzt. In der Haupsaison ist es ein fast wahnwitziges Unternehmen, da eine lange Blechkarawane ins und aus dem Tal unterwegs ist. Außerdem kann es passieren (in der Hauptsaison), dass ungefähr auf der Hälfte der Strecke die Weiterfahrt mit dem Auto nicht mehr erlaubt ist, da die Parkplätze weiter oben hoffnungslos überfüllt sind. Hier kommt der Vorteil eines Zweirades zur Geltung - die Polizei erlaubt diesen die Weiterfahrt. Wir haben es selbst im August 2002 erlebt.
Die Zufahrt zur Restonica Schlucht beginnt bei Corte (der heimlichen Hauptstadt der Insel). Schon am Anfang führt der Weg zwischen eng zusammenstehen Häusern hindurch. Durch parkende Autos in diesem Bereich kommt es bereits hier des Morgens (wenn alle in die Schlucht fahren) und ab Nachmittags (wenn alles wieder raus fährt) zu ewig langen Staus. Aber als Motorradfahrer gibt es (laut Hilde) keine Staus. Irgendwie ist immer ein Durchkommen.
Die Straße ist am Anfang für korsische Verhältnisse ganz gut und nach einigen Kilometerm wurde Sie neu geteert (Anfang 2001). Wenn kein Verkehr ist eine super Strecke mit "vielen" Kurven. Unterwegs lädt die Restonica immer wieder zum Verweilen und Baden ein (im Frühjahr nicht jedermanns Sache). Im Bachbett gibt es immer wieder Badegumpen zwischen den Steinen. Die Restonica führt auch in der Hochsaison genug Wasser (wiederum für korsische Verhältnisse) damit man sich diese Abkühlung genehmigen kann. Vorbei an Corte-Kiefern geht es weiter. Immer wieder gibt es lohnenswerte Pausenplätze und gerade im Frühjahr und Herbst eine himmlische Ruhe.
Dann ändert sich langsam die Landschaft und die Straße wird zunehmend schmaler. Den Blick immer wieder hinunter in die Schlucht. Für ungeübte (und nicht schwindelfreie) Fahrer sollte noch erwähnt werden, dass es auf Korsika "eigentlich" keine Straßenbefestigung gibt. Ab und an mal ein kleines Mäuerchen oder halt ein paar Steine oder Felsbrocken als Straßen/Schlucht Abgrenzung. In der Hochsaison ist ab und zu das Ausweichen bis an den "Abgrund" nötig. Es gibt doch tatsächlich immer wieder WoMos und Busse die hier lang fahren. Und wenn die um die Kurve gerauscht kommen gibt es nicht wenig Ausweichmanöver die wirklich halsbrecherisch sind. Auf dem Weg immer wieder die schönsten Ausblicke. Dann am Ende der Schlucht nach 15 km angekommen die Überraschung - der Parkplatz ist überfüllt. Viele Autofahrer parken nun einfach am Straßenrand bzw. direkt auf der Straße, da es ja keinen "Rand" gibt. Natürlich sind dann mal wieder Staus die Folge.Neben dem Parkplatz befindet sich die Bergerie de Grotelle, wo es für die Touristen jede Menge zu Essen und Trinken gibt. Wir befinden uns nun auf 1400 m Höhe und haben die Möglichkeit zum Lac de Melo aufzusteigen. Der Aufstieg zum ersten See ist zwar nicht allzu schwierig, aber man sollte es nicht wie einige (wir haben es gesehen) Touris machen, die mit Badelatschen und Stöckelschuhen den Berg rauf sind. Verstauchungen sind dann vorprogramiert. Ungefähr nach der Hälfte der Strecke teilt sich der Aufstieg. Der schwerere geht rechts neben dem Fluß rauf. Was heißt schwer ? Nun, wir kennen den "leichteren" nicht und können nur beurteilen wie es halt hier rauf geht. Über Steinbrocken gehts noch ganz gut, über die Felsplatten auch noch, dann an Ketten einige steile Stücke rauf und zu guter letzt noch ein paar Leitern. Für nicht trittsichere und schwindelfreie also nicht unbedingt zu empfehlen - aber ansonsten gehts ganz gut wenn es trocken ist. (Wahrscheinlich sollen die Badelatschen und Stöckelschuh Touris von diesem Weg abgehalten werden). Nach gut 1 Stunde taucht auf1711 m der Lac de Melo auf. Die Luft hier oben ist einfach saugut. Man kann richtig durchatmen, Baden - na ja der See ist oft bis zum März zugefroren......aber in den Sommermonaten kann man es ruhig mal versuchen.
Im August 2004 war es dann soweit; Michael wollte es einfach wissen und wie man sieht mit Erfolg. In dem einen Bild zeigt er uns gerade "wie" kalt der See ist. Nun - im August 2004 - nachdem man mich dazu überedet hatte, ging es weiter hoch zum Lac de Capitello. Dieser Weg ist aber wirklich nicht mehr in Badelatschen zu empfehlen, Turnschuhe reichen meiner Meinung nach "noch" aus. Es gibt wunderschöne "Rück"blicke auf den Lac de Melo und der Aufstieg wird steiler. In einer Höhe von 1930m taucht der Lac de Capitello auf - WOW was für ein Aus- und Anblick. Selbst ich muss gestehen, dass ich dumm gewesen wäre hier NICHT mit raufzusteigen. Rings herum die bis zu 2266m hohen "Pointe des Spectacles" Wir haben es geschafft, Glücklich und wie man sieht sehr zufrieden.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. Februar 2009 um 16:59 Uhr |































